Mache jahrelang keinen einzigen Fehler: Keinem wird was auffallen, du wirst mitschwimmen.
Mache einmal einen kleinen Fehler: Die Welt zerreißt sich ihr Maul über dich.
Fehler gehören dazu, Fehler macht jeder.
Fehler darf man auch 2 mal machen.
Aus ihnen lernt man am meisten, wenn man mit Konsequenzen zu leben hat.
Jeder macht täglich Fehler.
Und wenn es nur ganz kleine sind.
Das Licht vergessen auszumachen,
Die Hausaufgaben auf dem Schreibtisch liegen lassen,
Einen Satz falsch vormuliert und auf einmal spricht der beste Freund nicht mehr mit einem...
Ich mag Menschen, die nicht fehlerfrei sind.
Ich mag Menschen, die zu ihren Fehlern stehen.
Ich habe einige Fehler gemacht, dessen bin ich mir mehr als bewusst :D
Es wäre jedoch schön, wenn jeder zu seinen Fehlern stehen würde.
Und wenn nicht jeder wegen einem kleinen Wort, einem kleinen Kommentar oder einer kleinen Bewegung gleich eine Lebensstory machen würde, wäre das noch viel besser.
"Worte können nichts bewegen, Worte tun niemanden weh."
Kennt wohl jeder diesen Text.
Und ich hoffe das dieses Zitat viele mit "Nein" beantworten können.
Ich lasse persönlich lieber Worte sprechen, statt Gewalt.
Problem: Manche Menschen sprechen nur die Sprache der Gewalt.
Was sich genau so auswirkt, wie wenn man zu härteren Worten greift.
Mir stellen sich so einige Fragen.
Warum beleidigen sich Menschen gegenseitig?
Was hat man davon?
Ein Gefühl von "Macht"?
Weil man über jemanden steht?
Ich sehe das als ziemlich armseelig an.
Menschen, die jemanden nur beleidigen, und allgemein nur Beleidigungen aussprechen sind meiner Meinung nach selber sehr verletzlich, wollen es aber damit überspielen, führen sich als unglaublich "mächtig" auf, damit sie nicht verwundbar wirken.
Ansonsten schätze ich diese Menschen so ein, dass sie ein unglaublich kleines Selbstwertgefühl haben, dass sie sich nicht anders "auffüllen" können.
Selbstwertgefühl..
Warum haben nur noch so wenig Menschen ein gesundes Selbstwertgefühl?
Weil viele erniedrigt werden?
Weil viele andere erniedrigen?
Das kann definitiv nicht der einzige Auslöser sein, scheint mir aber am sinnvollsten.
Andere erfüllen ihr Selbstwertgefühl mit anderen Dingen.
Wir Weiber beispielsweise. Wir reden ständig davon, wie scheiße wir hier aussehen, wie fett wir da sind, wie dumm das an uns aussieht,...
Viele Weiber, ich würde behaupten min. 70% im Alter von 12-17, sagen sowas.
Auch wenn es nervt, viele Antwortmöglichkeiten gibt es nicht (meistens für die Kerle..)
"Ja, du bist fett, das sieht dumm an dir aus, du bist voll hässlich."
Diese Antwort fällt je älter man wird immer mehr.
Oder die andere Möglichkeit:
"Nein, du siehst wundervoll aus, wo ist bitte fett an dir? Du kannst gar nicht schlecht aussehen."
Diese Antwort fällt bei verliebten kleinen 12 Jährigen Jungs kann ich mir denken.
Oder verliebten ewig single bleibenden 40 Jährigen. Keine Ahnung.
Sollte die 2. Möglichkeit eingetreten sein, ist das Selbstwertgefühl aufgepuscht.
Warum müssen wir das überhaupt aufpushen?
Warum können wir nicht einfach zufrieden sein, mit dem, wie wir sind, wer wir sind, wie wir aussehen, was wir machen?
Ich denke, weil wir gerne besser sein wollen.
Überall will man Bestätigung.
Man will beliebt sein, man will toll sein, erfolgreich, einen tollen Charakter haben, gut aussehen, ....
Woran das liegt?
Ich schätze an der Gesellschaft.
"Wir haben die Gesellschaft geformt, jetzt formt sie uns."
Und wer sich nicht formen lassen will, hat automatisch verloren.
Man muss sich anpassen, man muss sich auf die Masse einlassen.
Mainstream hin oder her (Ich hasse dieses Wort mittlerweile. Scheißt doch auf Mainstream, macht euer Ding, seit glücklich, und macht etwas nur nicht, weil es Mainstream ist.
Wo soll unsere Gesellschaft denn noch hinkommen?
Alle reden sie von "Tolerant, individuell, sozial."
Dabei ist der kleinste Teil tolerant oder wirklich sozial.
Was heißt das überhaupt, tolerant zu sein?
Definition:
Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. [...]
Was heißt das?
Man akzeptiert das, was der andere macht.
Man akzeptiert die Meinung anderer, und muss nicht immer alle zwangshaft das eigene Falsch und Richtig aufdrücken.
Warum denn auch, wäre viel zu langweilig, wenn alle gleich wären.
Und zum Thema "Individuum"
Definition:
Ein Individumm ist ein Ding, eine Entität oder einzelnes Seiendes, insofern er von Gegenständen klar unterschieden werden kann, d. h. insofern Indetitätskriterien angegeben werden können.
Heißt nicht viel mehr als dass ein Individuum im gesellschaftlichen etwas "anderes", meinetwegen auch "fremdartiges" ist.
Ich erzähle nichts neues, wenn ich sage, jeder ist ein Individuum.
Ich erzähle nichts neues, wenn ich sage, jeder darf das gerne sein.
Jeder darf seine Identität zeigen. Jeder darf sich selbst so ausleben, wie er möchte.
Meiner Meinung nach.
Natürlich gilt es hierbei sich an einige Regeln zu halten (was eigtl ja ein Widerspruch in sich ist, mit dem vorherigen Satz.)
Die Gesellschaft hat aber sich dazu entschlossen, Gesetze zu erstellen, Verbote zu erteilen, Mahnungen auszusprechen.
Um das zu beurteilen, gibt es dann aber das größte Problem überhaupt.
"Gut, Schlecht, Richtig, Falsch"
Was zum Teufel ist gut/richtig , was zum Teufel ist schlecht/falsch ?
Wer hat das festgelegt, warum hat er das Recht dazu, sowas festzulegen, woher wissen wir nicht, dass das alles gar nicht stimmt?
Irren ist schließlich auch menschlich.
Übertrieben ausgedrückt: Wer weiß, ob es nicht vielleicht richtig ist, jemanden umzubringen?
Wird richtig / falsch nur anhand von Gründen, Argumenten und Abwägungen gewertet?
Und was, wenn nicht alle Gründe für das sogenannte "falsche" gefunden worden sind?
Rein theoretisch könnte man für alles Gründe finden.
Man könnte alles gut / schlecht reden.
Aber was gut oder schlecht sein wird, das werde ich nie wissen.
Ich werde selbstverständlich dem gut und schlecht
der Bevölkerung der Gesellschaft folgen.
Anderes zieht zu viele Konsequenzen mit sich, die ein Mensch allein nicht tragen kann.
(Rechtschreibfehler darf jeder für sich behalten, ich hab einfach mal meine Gedanken runtergeschrieben)